Feinschliff Wissen
Wie kann man schneller schleifen?
Die Grenze zwischen Abbeizen und Schleifen ist fließend. Um sicher zu gehen, dass Sie die richtige Methode anwenden und Ihre Oberfläche nicht beschädigen oder mehr Zeit investieren zu müssen, als Sie sollten, beantworten Sie sich im Vorfeld folgende beiden Fragen:
- Ist die Oberfläche uneben?
- Weist die Oberfläche viele bzw. dicke Schichten von Farbe, Beize, Lack oder Rost auf?
Wenn die Antwort nein lautet, sollten Sie auf jeden Fall schleifen.
Wenn die Antwort auf mindestens eine dieser Fragen ja lautet, müssen Sie abbeizen! Erfahren Sie alles über das Abbeizen in unserem Dossier zu diesem Thema!
Für einen perfekten Schliff befolgen Sie diese 3 Schritte
Für effektives Schleifen ist der erste Schritt, den Aufwand abzuschätzen, um die richtige Ausrüstung und das richtige Schleifmittel auszuwählen. Die Fragen, die Sie hierbei beantworten müssen:
Was für ein Material ist zu schleifen?
Meistens handelt es sich um Holz, Putz und Beschichtung oder Metall. Jedes dieser Materialien hat unterschiedliche Eigenschaften, die den Einsatz eines bestimmten Schleifmittels erfordern. Bei einem Objekt aus Holz oder Metall muss auch die mögliche Beschichtung, Farbe, Lackierung berücksichtigt werden.
Wie groß ist die Fläche?
Je nachdem, ob Sie ein kleines Holzmöbelstück zu schleifen haben oder ein 25m² großes Werkstück, ist der Aufwand an Zeit und Material völlig unterschiedlich!
Ist die Oberfläche beschädigt?
Gelegentlich kann ein Holztürrahmen beschädigt sein oder eine Wand kann Dübellöcher aufweisen. In diesen Fällen ist eine Reparatur der Oberfläche vor oder während des Schleifens einzuplanen.
Dann müssen Sie das richtige Schleifmittel wählen. Dieser Schritt ist genauso wichtig wie das Schleifen selbst und spart Ihnen viel Zeit!
Die Qualität des Schleifkorns hat einen großen Einfluss auf die Qualität der Bearbeitung, aber auch auf die Effizienz und den Halt des Schleifmittels auf dem Blatt.
Daneben nimmt das Trägermaterial Einfluss darauf, ob die Arbeit schneller und einfach erledigt werden kann - abhängig von Art und Größe der Oberfläche, die Sie schleifen müssen. Schließlich hat die Größe der Körnung einen Einfluss auf die Aggressivität des Schleifens. Die Wahl der richtigen Körnung verhindert, dass Sie Ihre Oberfläche beschädigen oder zu viel Zeit damit verbringen!
Wir entschlüsseln gemeinsam die beiden wesentlichen Elemente, die bei der Auswahl des richtigen Schleifmittels zu berücksichtigen sind:
- Die Art des zu schleifenden Materials
- Die Größe der zu schleifenden Oberfläche
Je nach Art der Oberfläche
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Tab 1
Metall
Hier eignet sich am besten ein Schleifmittel mit Gewebeträger - ein sog. "Schleifmittel auf Unterlage" zu verwenden. Dadurch wird eine sehr gute Reißfestigkeit gewährleistet.
Bei Schleifarbeiten auf lackiertem oder gestrichenem Metall ist es besser, mit Wasser zu arbeiten, daher wird ein wasserfestes Gewebe dringend empfohlen.
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Tab 2
Holz
Wählen Sie für Weichholz ein Schleifmittel, das sich nicht schnell zusetzt und somit eine längere Lebensdauer hat.
Bei hartem Holz ermöglicht ein Zirkonium- oder Keramikkorn einen schnelleren Schliff.
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Tab 3
Putz/Beschichtung
Bei dieser Art von Material entsteht viel Staub. Daher ist ein Schleifmittel, das schnelles Zusetzen verhindert, besonders hilfreich. Typisch ist hier beispielweise ein sog. Meshgewebe.
Dies erspart Ihnen den zu häufigen Wechsel der Schleifmittel. In Kombination mit einer Absaugung vermeiden Sie zudem größere Staubentwicklung.
Je nach Größe der Fläche
Große Oberfläche und/oder Oberfläche mit viel MaterialWenn Sie eine große Fläche zu schleifen haben, entscheiden Sie sich am besten für das maschinelle Schleifen. |
Kleine Oberfläche oder leichtes Schleifen erforderlichZwar können Sie auch hierfür eine Maschine verwenden, ein Schleifklotz ist sehr wahrscheinlich die bessere Option. Durch die flache Rückseite können Sie das Schleifmittel optimal ausnutzen und die Oberfläche gleichmäßig schleifen. Schleifklötze gibt es in verschiedenen Größen und Zusammensetzungen (Kunststoff, Kork, Schaumstoff, etc.). |
Schwer erreichbare Oberflächen und KonturenIn diese Fällen ist manuelles Schleifen unumgänglich, da Sie die zu schleifenden Flächen mit einer Maschine nicht vollständig bearbeiten können. |
Wenn Sie keine Maschine haben und nicht investieren wollen, können Sie sich für Schleifblöcke entscheiden. Sie sind in verschiedenen Größen erhältlich und stellen eine wertvolle Unterstützung dar, um das Schleifen zu erleichtern und zu beschleunigen - und das zu geringeren Kosten.
Die Wahl der richtigen Körnung hilft Ihnen, Zeit zu sparen!
Vielleicht haben Sie bemerkt, dass auf der Verpackung eine Körnung von 40, 60, 80, 120, 180, 240 usw. angegeben ist. Die Zahl gibt die Anzahl der Körner an, die pro Zoll (= 2,54 cm) auf das Trägermaterial des Schleifmittels aufgebracht werden können. D. h. je größer die Körnung, desto geringer die Anzahl - und damit auch der Zahlenwert der Körnung auf dem Schleifmittel - und desto grober ist der Materialabtrag bzw. Schliff. Vielleicht haben Sie auch ein „P“ vor der Kornzahl auf der Rückseite Ihres Schleifmittels bemerkt. Dies zeigt an, dass die Korngröße den Richtlinien der FEPA (Föderation der europäischen Schleifmittelhersteller) entspricht und damit engen Toleranzen entsprechen muss. Wenn Sie kein P vor der Zahl sehen, kann es sein, dass die Körnung tatsächlich etwas gröber oder feiner ist oder dass es sich um eine Mischung aus mehreren Korngrößen handelt.
Je größer die Körnung (also, desto kleiner die Kornzahl Ihres Schleifmittels) ist, desto aggressiver ist sie. Es ist daher wichtig, den Zustand Ihrer Oberfläche zu messen. So verhindern Sie, dass Sie stundenlang schleifen, weil die Körnung zu fein ist, oder Ihre Oberfläche zerkratzen, weil die Körnung zu groß war!
Wenn die Oberfläche gerade erst lackiert wurde und Sie sie vor dem Auftragen einer neuen Lackschicht leicht anschleifen möchten, entscheiden Sie sich für eine feine Körnung (zwischen 120 und 240). Wenn Ihre Oberfläche hingegen bereits mehrfach lackiert wurde und Sie sie unbehandelt lassen möchten, sollten Sie sich für eine mittlere Körnung (60-80) entscheiden.
Wenn Sie zwischen zwei Körnungen schwanken, dann wählen Sie immer die feinere. Die Verwendung einer groben Körnung spart nicht immer Zeit. Grobe Körnungen schneiden zwar tiefer, aber über eine kleinere Fläche. Um eine dünne Schicht der Beschichtung zu schleifen, ist es schneller, eine mittlere oder feine Körnung zu verwenden als eine grobe Körnung, über die Sie dann gehen müssen, um die Kratzer zu entfernen.
Häufig gestellte Fragen
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