Ganz gleich ob in Warm-und Kaltband-Walzwerken, wo das Material vom Rohmaß auf sein Sollmaß gearbeitet wird, unterliegen die zum Einsatz kommenden Walzen einem kontinuierlichen Verschleiß in Gestalt von Form- und Oberflächenfehlern. Je nach Auslastung einer Walzstraße ergeben sich mitunter tägliche Stillstandzeiten und Rüstkosten, bedingt durch das Ausbauen und Nachschleifen der Arbeits-und Stützwalzen. Mit NORTON Quantum können Sie auch bei schwierigen Walzen-Werkstoffen Ihren Schleifmittelverbrauch reduzieren, deutliche Einsparungen durch kürzere Boden-zu-Boden Zeiten bei verbesserten bzw. voll prozesssicheren Oberflächen erzielen.
Im Sinne einer nachhaltigen Verbesserung der Walzgüten und zur Absicherung der Prozesseffizienz haben in den letzten Jahren im Bereich der gegossenen Walzen neue chromlegierte Sondergusseisen (Indefinite Guss) als auch geschmiedete Walzenwerkstoffe mit Sonderkarbiden (HSS) Einzug gehalten; seltener spielen auch sog. Stahlverbundwerkstoffe eine Rolle. Es ist nicht überraschend, dass alle vorgenannten Varianten eines gemein haben: ihre relativ schlechte Schleifbarkeit. In Zeiten hoher Auslastungen und Wettbewerbsdruck suchen führende Anwender nach industriell abgesicherten Lösungen, um ihre im teuren Walzenwerkstoff angelegten Vorteile und Kostenpotentiale nicht durch Zeitverluste in der Schleifwerkstatt zu verspielen.
Die Prozessingenieure von NORTON leisten auf diesem Anwendungsgebiet seit geraumer Zeit Pionierarbeit: Zum Einsatz wird aktuell die NORTON Quantum Technologie gebracht. Beim Quantum handelt es sich um die neueste Generation eines Sinterkorunds aus einer Reihe von patentierten Technologie-Innovationen aus Saint-Gobains Forschungslaboren. Durch seine mikrokristallinen, physikalisch modifizierten Eigenschaften baut sich Quantum feinsplittriger und hochzäher ab als konventionelle Schleifmittel oder andere Sinterkorunde. Gepaart mit der richtigen Bindung werden in den Serienschleifprozessen namhafter deutscher und internationaler Walzwerke auch und insbesondere auf den vorgenannten Werkstoffen herausragende Leistungen erzielt.
Im Zuge der bereits geleisteten Anwendungsentwicklung werden alte Paradigmen infrage gestellt und überholt. So laufen heute bereits an zahlreichen Stellen Scheiben mit keramischer Bindung im Selbstschärf-Verfahren. Sie lösen herkömmliche Scheiben mit Bakelitbindung ab oder ergänzen sie, je nach Anwendungsfall. Die technischen Vorteile ergeben sich aus der Anwendungsentwicklung vor Ort und schlagen sich in maximalen Zeitspanvolumina und langen Standzeiten nieder. Im Serienprozess werden bereits Standzeitverbesserungen von über 70% bei halbierten Schleifzeiten erlangt. Dass bedeutet, umfassende Prozesskostenersparnisse werden einerseits durch steigende Produktivität erzielt (=mehr Abschliff pro Zeiteinheit), andererseits bleiben die Ausgaben für Schleifwerkzeuge durch deutlich reduzierten Verschleiß voll unter Kontrolle. Durch die „Bissigkeit“ der Quantum Technologie konnte in zahlreichen Fällen der notwendige Gesamtabtrag beim Schruppen des Einlaufprofils reduziert werden – Quantum ist sanft zur Walze und spart teuren Werkstoff. Die besonderen Eigenschaften der keramischen NORTON Quantum Bindungen ermöglichen darüber hinaus das Erlangen voll moderierbarer und messbarer Oberflächenergebnisse. Die Beurteilung der bearbeiteten Walzen durch Haptik und visuelle Inaugenscheinnahme könnte dadurch bald der Vergangenheit angehören.
Wenden Sie sich gern an uns, wenn Sie Fragen zu unseren Prozesslösungen oder Verbesserungsbedarf für Ihren Walzenschleifprozess haben.